Karin Kaufmann

Karin Kaufmann

Ich hatte Glück. Das Talent und die Liebe zum Kochen wurden mir praktisch in die Wiege gelegt. Schon als Kind schaute ich meiner Mama aufmerksam in die Töpfe. Sie ist eine begnadete Köchin. Von ihr habe ich die genaue Komposition des Geschmacks mitbekommen. Ich wurde 1964 geboren und bin auf einem Bauernhof mit Gasthaus in Doren im Bregenzerwald aufgewachsen. Gemeinsam mit meinen fünf Geschwistern musste ich überall mithelfen, am liebsten war ich in der Küche. Ohne Mama wäre ich heute keine Köchin. Ich musste ihr jahrelang zuschauen, bis ich die Gerichte so hingekriegt habe wie sie. Sie wiegt nichts ab, kocht nach Gefühl und sagt nicht immer dazu, was sie tut.

Meine Mama hat das Kochen in den 1950er Jahren bei Fanny Amann im „Schnifner Bädle“ gelernt. Auch für mich ist das Kochbuch der wohl bekanntesten Vorarlberger Köchin eine wichtige Quelle. Es ist aber nicht für Anfänger geeignet. Die Rezepte sind ungenau beschrieben. Ich erweitere sie selbst. Wenn mir etwas gelingt, schreibe ich es auf. Seit zwanzig Jahren koche ich praktisch jeden Tag. Ich bevorzuge eine klare Küche mit frischen Zutaten der Region, ohne Schnörkel und Firlefanz. Man sollte sehen, dass es hausgemacht ist.

Kochen ist für mich keine Arbeit, sondern konzentrierte Entspannung. Vor allem ist es ein sinnliches Handwerk. Das, worauf es ankommt, kann man nicht aus einem Kochbuch nehmen oder vom  Fernsehen abschauen. Du musst mit den Händen spüren, wie sich das anfühlt. Du musst es gesehen und probiert haben. Wenn du weißt, wie es gehört, kannst du es nicht mehr falsch machen.

Diese Erfahrungen möchte ich in meiner Kochschule in Egg möglich machen. „Frau Kaufmann“ versteht sich als Ort anspruchsvoller Gastlichkeit, wo bewährte Traditionen der regionalen Küche bewahrt und zeitgemäß interpretiert werden.